FAQ

An dieser Stelle mal einige Antworten auf beliebte Fragen. Die Liste wird nach und nach ergänzt.

Was bedeutet FesselTrance? Warum werden die Themen Bondage und Hypnose gemeinsam auf dieser Website dargestellt?
Zu dieser Frage habe ich ein Youtube-Video veröffentlicht. Vielleicht kann man es mit folgendem Satz erklären: Bondage ist die Fesselung mit Seilen, Hypnose/Trance ist die Fesselung mit Worten.

Ich kann aber beide Bereiche gut trennen. Beim Bondage-Unterricht kommen lediglich Seile zum Einsatz. Ihr werdet also nicht hypnotisiert. Aber eine leichte Trance erlebt fast jeder in den Seilen.
Umgekehrt wird man bei der Hypnose ausschließlich von meiner Stimme „gefesselt“, NICHT mit Seilen.

Es gibt jedoch auch Bondage-Sessions, die in Trance erfolgen. Dies geschieht dann durch Worte oder auch in Stille. Diese Trance in Seilen ist die FesselTrance. Wer sie einmal erlebt hat, möchte mehr … !

Tut Bondage weh? Habe ich dabei Schmerzen?
Jein! Es gibt natürlich Fesselungen die anspruchsvoller sind. Dabei können durchaus auch Schmerzen entstehen. Zu unterscheiden ist dabei allerdings „guter und schlechter“ Schmerz. Man denke zum Beispiel an Sport. Auch dabei kann man Schmerzen haben, die jedoch nicht gefährlich oder schädlich sind. Beim Bondage sind alle Schmerzen zu verhindern, die durch Abdrücken von Sehnen, Nerven und Blutbahnen (Blutstau) verursacht werden. Leichte Abdrücke auf der Haut oder ein Muskelkater sind dagegen durchaus gerne hingenommen und nicht dauerhaft. Oftmals ist ein gewisser Schmerz (Lustschmerz) sogar gewünscht.

Bin ich beim Bondage nackt?
Bei den Trainings und den Workshops trägt man in der Regel bequeme, sportliche Kleidung. Was ihr daheim beim Bondage tragt oder nicht tragt, ist eure Sache 😉 Für Anfänger empfehle ich ggf. lange Kleidung (z.B. Jeans und Hemden), da dann bei Hängungen der Druck auf die Haut geringer ausfällt.

Aus welchem Material sind die Seile?
Ich bevorzuge Hanfseile. Sie fühlen sich angenehm auf der Haut an und sind auch gut vorab zu verarbeiten (Färben, veredeln). Aber auch Juteseile sind sehr beliebt in der Bondage-Szene. Für Anfänger können Baumwollseile durchaus Sinn machen. Für Suspensions (Hängungen) sind sie allerdings eher ungeeignet, da zu elastisch. Seile biete ich im Bondage-Shop an.

Muss ich fürs Bondage sportlich sein?
Auch hierbei kommt es auf die Art der Fesselung an. Sehr aufwendige Suspensions erfordern durchaus eine gewisse Beweglichkeit und Körperspannung. Aber keine Sorge: Bondage ist so vielfältig, dass fast JEDER Bondage betreiben kann. Ich habe sogar schon eine Dame im Rollstuhl gesehen, die trotz Unterkörperlähmung mit ihrem Partner Bondage erlebt und genossen hat. Bondage wirkt befreiend. Das hat offensichtlich auch die Dame im Rollstuhl erkannt. Für manche verändert sich durch das Bondage sogar das Leben. Es wird zu einer neuen Leidenschaft im Alltag, die sich positiv auswirkt. Man wird beweglicher, sportlicher, ausgeglichener, glücklicher. Das habe ich alles selbst erlebt!

Ist Bondage kompliziert?
Es gibt beim Bondage einige Grundlagen, die man lernen muss. „Kompliziert“ ist dafür aber das falsche Wort. Mit einer handvoll Grundlagen-Fesselungen kommt man schon sehr weit. Diese Basics kann man dann phantasievoll für verschiedene Bondage-Figuren verwenden und seine Fähigkeiten immer weiter ausbauen. In 3-5 Workshops hat man diese Grundlagen in der Regel drauf und kann dann auch, zum Beispiel anhand von Youtube-Videos oder Bildern, sein Wissen erweitern.

Muss ich pervers und abartig sein fürs Bondage?
Unbedingt! Die gesamte Bondage-Szene ist geprägt von extrem perversen, seltsamen Menschen: männlich und weiblich! Herzlichen Glückwunsch also, wenn du dich endlich dazu entschieden hast, dazu zu gehören 😉
Aber ich kann an dieser Stelle beruhigen. Auch ich hatte diese Vorurteile. Bis ich dann die Szene in Berlin entdeckt habe und feststellen durfte, was für normale, nette, höfliche, achtsame Menschen da miteinander beim Bondage umgehen. Stell dir einfach einen Tanzkurs oder eine Yoga-Stunde vor. Es sind normale Menschen, die Spaß am körperlichen haben und dabei auch den Lustfaktor nicht außer Acht lassen wollen. Und du weißt ja: Pervers sind eh immer nur die anderen 😉 !

Wann sollte ich nicht fesseln bzw. mich fesseln lassen?
Hier ist der gesunde menschliche Verstand gefragt. Die nachfolgende Liste ist lediglich meine Einschätzung. Sie lässt sich sicherlich fortführen oder trifft nicht auf jeden zu. So lernte ich eine junge Dame kennen, die kürzlich einen Bandscheibenvorfall hatte. Sie betreibt Bondage (passiv) bewusst, obwohl die Probleme mit dem Rücken noch nicht lange zurück liegen. Ob Bondage nun gut oder schlecht für die Bandscheiben sind, muss sie demnach selbst entscheiden.

Bei diesen Stichwörtern ist bzgl. Bondage Vorsicht angeraten oder ein NoGo gegeben! Ggf. bitte Rücksprache mit einem Arzt halten.

  • Rückenprobleme
  • Probleme mit dem Kreislauf, Herz
  • akute (aktuelle) psychische Probleme (Traumata, Depressionen)
  • Schwangerschaft
  • Epilepsie
  • Platzangst
  • Asthma
  • frische OP-Narben
  • unter Alkohohl, Drogen, Medikamenten stehend
  • Minderjährigkeit
  • Piercings, Implantate
  • Vertrauen zum Fesselnden nicht vorhanden
  • unterschiedliche Vorstellungen (der eine möchte eigentlich Sex, der andere möchte nur Bondage erleben)

Was muss ich bzgl. der rechtlichen Seite beachten?
Das wichtigste zuerst! Beide Personen müssen einvernehmlich miteinander Bondage betreiben. Alles andere wäre Freiheitsberaubung oder sogar Nötigung. Bei sich relativ fremden Personen ist eine rechtliche Absicherung durchaus sinnvoll (Email- oder SMS-Schriftverkehr). Bei Foto- und Videoaufnahmen verwende ich einen Vertrag. Die Bondage-Szene kennt sich untereinander recht gut. In Berlin kennt jeder jeden über ein, zwei Ecken. Das schafft Vertrauen. Völlig unbekannte Personen, die „einfach mal Fesseln“ wollen, sollten kritisch hinterfragt werden. Eine Begleitperson sollte kein Problem sein. Denn beim Bondage geht es NICHT zwangläufig um Sex!
Minderjährige Personen sollte man nicht fesseln. Selbst wenn die Eltern einverstanden wären, würde ich mich in diesen „Graubereich“ NICHT begeben.
Neulinge sollten über eventuelle Risiken aufgeklärt werden: leichte Hautabschürfungen, Taubheit direkt nach der Fesselung, Druckstellen.

Ist Bondage gefährlich?
Ist Autofahren gefährlich? Sehr wahrscheinlich ist Autofahren tendenziell sogar tödlich, wenn man keinen Führerschein hat! Aber keine Sorge: Fürs Bondage brauchst du keinen Führerschein. Es vernünftig zu lernen, ist aber mehr als sinnvoll.
Wie reagierst du zum Beispiel in folgenden Situationen?

  • die gefesselte Person wird ohnmächtig, hängt aber mit mehreren Seilen in einer aufwendigen Suspension. Was tust du?
  • du möchtest verhindern, das Nerven gequetscht oder sogar nachhaltig geschädigt werden. An welchen Stellen solltest du keine Seile legen?
  • deine Freundin möchte an den Beinen voran nach oben gezogen werden. Wie kannst du sie fachmännisch sichern, ohne dass sie mit dem Kopf voran auf den Boden knallt?

Wenn du dir diese drei Situationen bildlich vorstellst, kannst du sicherlich nachvollziehen, warum das Erlernen der Bondage-Basics so extrem wichtig ist!!! Safety first!

Wie lerne ich Bondage?
Ich empfehle unbedingt einen Workshop oder zumindest ein freies Bondage-Treffen zu Anfang. Beides biete ich in Berlin, Hamburg, Frankfurt, Stuttgart, München, Nürnberg, Köln und im Ruhrgebiet (Witten, bei Dortmund/ Bochum) an. Einige Grundlagen lassen sich wesentlich besser verinnerlichen, als wenn man sich lediglich Videos anschaut. Die Videos sind dann im Anschluss eine gute Ergänzung. Weitere Workshops zur Vertiefung und Bondage-Treffs mit erfahrenen Riggern, sind eine optimale Basis zum stetigen Fortschritt.
Gute Kollegen in Berlin findet ihr außerdem unter Links.

Was kostet ein Einzel-Bondage-Workshop je Paar?
Je Doppelstunde berechne ich 60,00 Euro/Paar (Seile, Getränke und eventuelle Bondage-Aufnahmen der Workshop-Session inklusive). Da ich auch als Studio-Fotograf arbeite, entstehen sehr oft (falls gewünscht), Bilder in Farbe oder in SW von den Fessel-Sessions. Hinweis: Die Bilder werden von mir nicht veröffentlicht und dürfen von euch lediglich privat verwendet werden (Foto-Album zum Beispiel)!

Was kostet der Fessel-Treff je Paar?
Beim Bondage-Treff sind 2-4 Paare vor Ort. Je Paar bitte ich hierbei um einen Unkostenbeitrag von 15,00 Euro. Für Anfänger gebe ich auch hierbei gerne eine Anleitung.

Wo kann ich Selbstbondage lernen?
Ich selber betreibe kein „Self-Bondage“, kann dies jedoch gerne vermitteln. Durch meine Kontakte zu erfahrenen Bondage-Bunnys in Berlin, konnte ich einiges darüber lernen. Wichtig an dieser Stelle: Self-Bondage ist nichts für Anfänger und sollte eigentlich nie allein betrieben werden!